Kanji

Kanji – eine Einführung

Tabelle von 3002 allgemein gebräuchlichen Kanji, mit Index-Nummern (Halpern Kanji Learning
Dictionary), farbig unterlegt die Gruppen für die japanische Grundschule. Quelle: wikimedia 2012;
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2230_Kanji.svg (abgerufen am 17.3.2016).

Die japanische Schriftsprache setzt sich zusammen aus  den sogenannten kana einerseits, also den beiden Silbenalphabeten, und den kanji andererseits, also einem Korpus von mehreren tausend logographischen Zeichen, die schon vor mehr als tausend Jahren aus dem Chinesischen übernommen worden sind.
An dem Erlernen der kanji scheitern viele Versuche, sich die japanische Sprache anzueignen. Um dieses Schicksal nicht zu erleiden, bietet das Seminar eine Reihe von Werkzeugen an. Es führt in die Systematik der historischen Radikale ein, beleuchtet die historischen Umstände, unter denen die japanische Schriftsprache entstand, und leitet die Teilnehmenden an, sich mit Hilfe des Programms ANKI einen eigenen digitalen Vokabeltrainer für kanji einzurichten.
Das Seminar richtet sich vor allem an die Studierenden aus den Japanisch-Kursen des Ostasienzentrums, steht aber für alle Interessierten offen. Vorausgesetzt werden die Kenntnis der kana und erste Vokabelkenntnisse. Für die Teilnahme kann ein credit point erworben werden. Ein Leistungsnachweis wird nicht ausgestellt.
montags, 6. Doppelstunde (16:40 bis 18:10 Uhr)
in Raum SE1-23 (Seminargebäude Zellscher Weg 22)
Beginn: 08.04.2019

Joao Rodrigues (1604-1608): Arte da Lingoa de Japam (archive.org)
(Schrift ab S. 368)

Übersetzungsprogramme für Webseiten: rikaichamp/rikaikun und yomichan
–> Rikaichamp (Firefox): Beschreibung und Installation
–> Rikaikun (Chrome): Beschreibung und Installation
–> Yomichan (Firefox/Chrome/ANKI): Beschreibung und Installation
–> Ausprobieren auf NHK News Web Easy
–> Besprechung auf learnjapaneseonline.info

Das iroha-Gedicht (pdf)

Übung zum iroha-Gedicht (pdf)

Kana und Kanji im Vergleich (pdf)

Kanji schreiben

  • Pinsel und Tusche sind in Dresden erhältlich unter anderem bei Shudao, Kamenzer Straße 37, und im Malkasten, Louisenstraße 12. Im Netz bieten japanwelt.de aus Berlin und japanisch-kalligraphie.at aus Wien viele Informationen und auch Bestellmöglichkeiten.
  • Eine gute Einführung in die Strichfolge bei Kanji – allerdings auf Englisch – bietet folgender Blogbeitrag: Koichi (sic!) (2014, Internet): „How to guess a kanji’s stroke order“, in: tofugu (blog), 5. Februar 2014, im Netz unter https://www.tofugu.com/japanese/kanji-stroke-order/ (15.4.2019).
  • Eine anschauliche Einführung in den Gebrauch von Pinsel und Tusche in der japanischen Kalligraphie bietet die folgende Sammlung von insgesamt 67 Lehrvideos (Erläuterungen allerdings auf Japanisch) : Tôgu, Takumi (2018 ,Internet): „Calligraphy for Beginners“, im Netz unter https://www.youtube.com/playlist?list=PLTi0WRGtpkvanM-PaRgy0Y1rh1SSthT7C (zuletzt aktualisiert am 2.4.2018 ,abgerufen am 15.4.2019).
  • Hinweise zur Strichfolge bei ausgewählten Kanji (pdf)

Radikale (bushu 部首, wörtlich „Gruppenkopf“)

  • Das historische Kanji-Wörterbuch in der Ausgabe des Kaisers „Kangxi“: Abbildungen bei Wikimedia Commons (verschiedene Autoren; abgerufen 6.5.2019)
  • Wiedergabe der historischen 214 Radikale aus dem chinesischen Kangxi-Wörterbuch (18. Jh.) als svg-Grafik in Wikimedia Commons (online auch als Galerie abrufbar;bereitgestellt von „LiliCharlie“, 13.11.2013 sowie 8./9.1.2014, abgerufen am 6.5.2019).

Lexika

  • Andrew Nelson veröffentlichte 1967 ein wegweisendes Kanji-Lexikon mit mehr als 4.500 Zeichen samt Lesungen, englischen Übersetzungen und Komposita. Die Einträge sind nach dem System der 214 Radikale sortiert. Nelson vereinfachte das Auffinden der Kanji durch ein eigenes Regelwerk für die Bestimmung der Radikale, das sich im Wesentlichen an der Position der Grapheme im Kanji orientiert.
    • Die Erläuterungen von Nelson zum Radikalsystem und zur Bestimmung der Strichzahl eines Kanji bilden auch heute noch eine große Hilfe für alle Kanji-Lernenden (hier zitiert nach der zweiten, korrigierten Ausgabe, Nelson, Andrew : The Modern Reader’s Japanese-English Character Dictionary, Rutland/Vermont und Tôkyô: Tuttle 1974: 1002-1013, pdf).
    • Liste der laut Nelson 67 wichtigsten Radikale (pdf)
    • Übersicht über Kanji, bei denen durch eine Schriftreform nach 1945 das ursprüngliche Radikal nicht mehr erkennbar ist („lost radicals“; pdf)
    • John Haig hat das Lexikon von Nelson 1997 neu herausgegeben (The New Nelson). Dabei wurden Vereinfachungen bei der Zuordnung von Radikalen zu Kanji revidiert, um eine größtmögliche Angleichung an japanische Kanji-Lexika zu erreichen.
  • Wolfgang Hadamitzky hat ein eigenes Radikalsystem entwickelt, das nur aus 79 Graphemen besteht und in das er alle Kanji aus seinem Großen Japanisch-Deutschen Wörterbuch (Erstausgabe 1997) eingeordnet hat. Das Lexikon ist auch auf Englisch erschienen. Es ist das einzige strikt logisch sortierte Kanji-Lexikon, aber es ist nicht kompatibel mit japanischen Lexika.
  • Hans-Jörg Bibiko hat auf der Grundlage des Wörterbuches von Hadamitzky ein im Netz frei verfügbares, digitales Kanji-Lexikon erstellt, in das aktuell mehr als 7000 Kanji eingepflegt sind. Sie sind sowohl nach dem historischen System der 214 Radikale als auch frei nach Graphemen auffindbar, außerdem nach vielen weiteren Suchkriterien. Auch der Reichtum an Informationen zu jedem einzelnen Kanji ist unübertroffen.
  • Praktische und populäre Wörterbücher mit Kanji-Hilfen im Netz:

ANKI

Einstieg über:
(1) Videos:

2) wikipedia

(3) Anleitung auf Deutsch